Warum jeder (angehende) Autor einen Blogroman schreiben sollte

Warum jeder (angehende) Autor einen Blogroman schreiben sollte

Eigentlich betreibe ich diesen Blog, um in kürzeren Texten mit verschiedenen Schreibstilen und Genres herumexperimentieren zu können. Als Virgina Kunert habe ich mich letztens an ein größeres Projekt gewagt: den Blogroman „Pfütz ermittelt – Das Berliner Bermuda-Dreieck“.

Im Vorfeld habe ich mich in das Thema eingelesen und bin auf dem Blog „Vom Schreiben leben“ von Annika Bühnemann auf den Tipp gestoßen, einen bereits fertig geschriebenen Roman in kürzere Absätze zu unterteilen und dann poco a poco als Blogroman online zu stellen.

Das macht natürlich vieles leichter, aber ich habe mich bewusst dagegen entschieden, einen fertigen Text zu verwenden. Wenn ich schon mit Fortsetzungen arbeite, dann bitte ohne Netz und doppelten Boden.

Was für Erfahrungen ich beim Schreiben gemacht habe und welche Tipps ich anderen mit auf den Weg geben kann, erfahrt ihr hier:

Der eigenen Kreativität vertrauen lernen

Einer der Hauptgründe dafür, sich nicht Woche für Woche von Kapitel zu Kapitel hangeln zu wollen, ist wohl die Angst vor einer möglichen Schreibblockade. Was, wenn einem partout nichts einfallen will? Mir ist dieser Gedanke zum Glück gar nicht erst gekommen und die Schreibblockade ist auch tatsächlich ausgeblieben.

Bei meinen zukünftigen Schreibprojekten kann ich mich nun dank meines Blogromans darauf verlassen, dass mir – auch kurz vor der Deadline – schon etwas einfallen wird.

Den Wert einer gründlichen Vorbereitung erkennen

Wenn man in seinem stillen Kämmerlein vor sich hin schreibt und den Text erst dann jemandem zeigen muss, wenn man ihn als fertig und gelungen ansieht, kann man ihn so oft umschreiben wie man will. Zur Not wirft man den Plot drei Mal komplett über den Haufen und lässt den Protagonisten auf den verschiedensten Seiten kämpfen, bis man sich endlich mal entschieden hat. Als Endergebnis kann trotzdem ein spannender Roman heraus kommen, aber der Weg dahin ist so schrecklich unproduktiv.

Bei einem Blogroman, den man jede Woche weiter schreibt und dann auch gleich veröffentlicht, kann man im Nachhinein nichts mehr ändern. Deshalb ist man von Anfang an gezwungen, das Projekt genau zu planen.

Ich selbst habe das zugegebenermaßen etwas spät erkannt, weshalb der Spannungsbogen im Mittelteil ziemlich auf der Erde schleift und mein Erzähler als Deus ex Machina das Steuer herumreißen musste. Seitdem plotte ich viel gewissenhafter – mit Steckbriefen der Figuren, Zeitstrahlen etc. – und produziere weniger Papiermüll.

Allen empfehlen kann ich dazu den Artikel „Von der Idee zum Plot – Oder: Wann weiß ich, dass eine Geschichte so weit entwickelt ist, dass ich anfangen kann, sie zu schreiben?“ von Andreas Eschbach, erschienen in der Autorenzeitschrift „Federwelt“ (4/2018).

Den Perfektionismus überwinden

Gerade angehenden Autoren fällt es oft schwer, zu entscheiden, wann ihr Text fertig ist und in die Welt hinaus geschickt werden kann. Bei einem Blogroman ist der Moment spätestens eine Minute vor der Deadline.

Eine Schreibroutine entwickeln

In festen Abständen etwas veröffentlichen zu müssen, anstatt irgendwann in einer fernen Zukunft, zwingt einen an den Schreibtisch und hilft gegen das Prokrastinieren.

Ich persönlich finde Routinen eher hinderlich, aber die Erfahrungen aus dem Blogroman helfen auch, wenn ich mal wieder herumsitze und auf die Inspiration warte.

Fazit

Mein Blogroman „Pfütz ermittelt“ ist vielleicht nicht Nobelpreis verdächtig, aber ich habe während des Schreibens viel gelernt, das mir bei meinen weiteren Projekten helfen wird.

Im Moment bin ich dabei, diese Erstfassung gründlich zu überarbeiten, um Herrn Pfütz als Urban Fantasy in die Buchhandlungen bringen zu können. Ich gebe euch Bescheid, wenn es soweit ist 🙂

Logo: AH


Einen anderen interessanten Artikel zum Thema findet ihr hier: „5 gute Gründe dafür, einen Blogroman zu schreiben“

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